Wir stehen in der Tradition großer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die dieses Land in den letzten 145 Jahren mitgeprägt haben. Seit dem Ende des kaiserlichen Obrigkeitsstaats, hat die SPD Verantwortung für das Land übernommen und auch dann noch für ein freies Deutschland gekämpft, als die Nationalsozialisten schon die Macht in Deutschland an sich gerissen hatten. Einige, wie Willy Brandt mussten fliehen, weil ihr Leben akut bedroht waren, andere blieben in Deutschland und bezahlten ihren großen Mut teilweise mit dem Leben, darunter auch der SPD-Mann Julius Leber, der an den Umsturzplänen des 20 Juli beteiligt gewesen war. Nach dem Krieg standen wieder Sozialdemokraten bereit, um das Land neu aufzubauen. Wie schon Friedrich Ebert nach dem ersten Weltkrieg, war auch Kurt Schumacher klar:
- Plakat aus den 1920er Jahren. Schon damals sah sich die SPD den Angriffen von links und rechts ausgesetzt. (Quelle: Demokratiegeschichte.eu)
Jeder Faschismus, jeder Totalitarismus muss im Keim erstickt werden, aber auch der Kommunismus ist nichts anderes, als rot lackierter Faschismus. Beide Ideologien spalten die Gesellschaft und führen zu Intoleranz, Unfreiheit und Elend.
Die Politik eines Deutschlands in den Grenzen von 1937 wurde bald aufgeben.
Vielmehr ging es bald um die Wahrung des Friedens und die Überwindung der widerrechtlichen Teilung der deutschen Nation und ihres Volkes. 44 Jahre dauerte diese an, bevor 1989 die Mauer fiel und Deutschland in Frieden und Freiheit vereint wurde. Dies ist nicht zuletzt auch das Verdienst der sozialdemokratischen Ostpolitik und der Sozialdemokraten, die in der sich in der DDR wieder gegründet hatten und durch ihre Teilnahme an den Montagsdemonstrationen und den ersten freien Volkskammerwahlen das nötige beitrugen. Seitdem war es immer ein Anliegen der SPD unser Land auch geistig zu einen.
Es ist beklagenswert, dass viele Kommunen im Osten den Anschluss noch nicht gefunden, aber auch dass viele westdeutsche Städte und Gemeinden (oftmals florierende Industrielandschaften), ihn wieder verloren haben. „Das ganze Deutschland muss es sein“ muss daher, noch mehr als zuvor, Maßstab unserer Politik sein, nicht zuletzt auch mit „Ostminister“ Wolfgang Tiefensee.
Manche meinen, dass Patriotismus in einem Zusammenwachsenden Europa nicht mehr zeitgemäß sei, aber wir sind der Meinung, dass es gerade auch das Bekenntnis zur eigenen Nation braucht. Nur wer seine eigene Identität versteht, kann auch dem Nachbarn mit offenen Armen begegnen. Was zwischen Deutschland und Frankreich begonnen hat, findet nun seine Vollendung in der politischen und wirtschaftlichen Einheit mit den befreiten Völkern Osteuropas.



