Mein letzter Artikel war aus gutem Grund recht kanpp. Mir fehlte einfach die Zeit mich in dem Umfang zu äußern, wie es unser Nationalfeiertag verdient gehabt hätte. Dabei war es mir durchaus ernst: Wir können stolz auf unser Land sein und auf das, was wir in letzten 19 (bald 20) Jahren erreicht haben. Damit habe ich auch einen Kommenar zum letzten Beitrag quasi schon beantwortet. Ich möchte aber darüber hinaus gehen: Es ist unerträglich, dass immer noch von einigen Politikern die Einheit schlecht geredet wird. Es gibt aus meiner Sicht keine Besserwessis oder Jammerossis, zumal sich dieses Bild (je nach Situation) beliebig austauschen ließe. In vielen Bereichen haben sich Ost und West schon einander angenähert, in Guten wie im Schlechten. Einige Sonderregelungen werden bleiben, wie das Ressort Aufbau Ost oder auch der Solidaritätszuschlag, der nun schrittweise ausläuft.
Alleine die Tatsache, dass sie existiert, zeigt, dass sich ein Volk in 40 Jahren auseinander leben kann, allerdings ist die gemeinsame Basis immer größer, als zwischen allen anderen Völkern in Europa. Trotz der gewaltigen Einflüsse sind die Ostdeutschen keine Russen geworden und die Westdeutschen keine Amerikaner. Deutsch bleibt Deutsch-auch das ist weder pauschal gut, noch pauschal schlecht, aber wir müssen uns damit auseinandersetzen.
20 Jahre nach der Wende geht auch die SPD dazu über gesamtdeutsche Politik zu machen und keine klassische Ost-Politik mehr. Es bleibt der Anspruch gesamtdeutsche Partei zu sein/werden/bleiben. Nach den Kommunalwahlen in Brandenburg sieht es gar nicht so schlecht aus.